Stadtbad mit Urquelle um 1900

. Fürstenbad, Komplex Beethoven

 Herrenhaus, Kurgartenflügel

Parkbad, früher "Deutsches Haus"

Kaiserbad am Stefanplatz

Komplex Beethoven

Der Kurkomplex "Beethoven"  (siehe nebenstehende Abbildung) ist ein Zusammenschluss mehrerer, teilweise historischer Kurhäuser. Das "Fürstenbad", das "Herrenhaus" und das sehr alte "Stadtbad" (mit der Urquelle) gehören auch dazu. "Beethoven" verfügt über 193 Einzel- und Zweibettzimmer davon 16 Zweibettzimmer in Kategorie "Superior DeLux". 

Links neben dem Komplex sind die Dekanalkirche und der sich anschließende Schlossplatz zu sehen. Die rechte, grüne Parkachse führt zum Marktplatz.

 

Das Kurhaus "Kaiserbad" (Císařské Lázné) hat 29 Einbett-Zimmer, 42 Zweibett-Zimmer und ein Appartement. Hier gibt es auch die Spezialklinik  "CLT". Der Name steht für  "Cisarske Lazne Teplice" also für das "Kaiserbad", wo eine Spezial- Poliklinik in der dritten Etage untergebracht ist. Man verfügt über Operationssäle und einen Bettentrakt. Dazu ein gutes Ärzteteam vieler ärztlicher Fachbereiche. Finanziell sollte man sich gut ausstatten. Das gegenüber liegende "Deutsche Haus" (Sadové Lázné) ist dem Kaiserbad als Dependance angegliedert.  
Im Kurhaus "Steinbad" (Kamenné Lázné) befinden sich 15 Einbettzimmer und 30 Zweibettzimmer nach europäischen Standard.

Dem allgemeinen Trend angepasst, wirbt man in allen Kurhäusern mit Sonderleistungen, die über die normalen Kuranwendungen hinausgehen. Hierzu zählen besonders alle Arten von Wellness und viele Diätmöglichkeiten wie Gallendiät und Trennkost, aber auch vegetarische- veganische- glutenfreie- diabetische Diäten. Zum Standard der Häuser gehört der 24- Stunden Arzt- und Schwesterndienst, daneben Vollverpflegung mit tschechischer Küche. In den Zimmern gibt es FS, Telefon (außer Steinbad) und Kühlschrank. "Beethoven" und "Kaiserbad" haben den Friseur im Haus. Im "Steinbad" ist er im Nebenhaus "Jirásek". Bewachte Parkstellen befinden sich alle in der Nähe und kosten 4 Euro pro Tag. Der Verbrauch an Thermalwasser ist in den genannten drei Kurhäusern höher denn je. Schließlich besitzen "Beethoven" und "Kaiserbad" je ein Rehabilitationsbecken mit Gegenstromstrecke und Massagedüsen. Das "Steinbad" verfügt über zwei kleine Bewegungsbecken mit Thermalwasser. Neben der Urquelle, sie sprudelt mit einer Mächtigkeit von 800 Kubikmeter pro Tag aus einer Tiefe von 51 m, sorgt die neue Quelle "Hynie" seit den siebziger Jahren des vorigen Jh. für Verstärkung. Sie fördert die doppelte Wassermenge und wurde durch eine Bohrung auf 978 m Tiefe erschlossen. Das Teplitzer Thermalwasser entsteht durch Mischung beider Quellen und erreicht eine Temperatur von 39 Grad Celsius. Unverändert ist seine Zusammensetzung mit hohen Anteilen von Natriumhydrogencarbonat und Flourit. Im Wasser gelöstes Radon hat eine stimulierende Wirkung auf den menschlichen Bewegungsapparat.

An der Pauly-Straße, unweit der Elisabethkirche, steht das schon 1805 erbaute "Österreich-ungarische Militärkurbad" (Vojenské Láznĕ). Man hat sich auch dank des mit Radon versetzten Thermalwassers auf Patienten spezialisiert, welche an Erkrankungen des Bewegungsapparates, des peripheren Nervensystems und der peripheren Blutgefäße leiden. Die Dienste verteilen sich auf zwei Gebäude, das Kurhaus "Juditha" und die Pension "Vladislav".

An der breiten Neubadallee steht gleich am Anfang seit 1838 das "Neubad" (Nové Láznĕ). Das "Neubad" hat man nach 1945 ausschließlich als Kinderheilanstalt konzipiert. Gedacht war es für die kleinen, einheimischen Kinder im Schul- und Vorschulalter. Jetzt kommen aber zunehmend auch andere kleine Gäste von außerhalb und insbesondere aus dem arabischen Raum hinzu.

Beinahe in der heutigen Form ließ Fürst Edmund Clary-Aldringen 1889 in Eichwald das "Theresienbad" (Tereziny Lázně) entstehen. Baumeister war Thomas Novak. Dessen Frau "Theresie", hat dem Komplex den Namen gegeben. Er bestand ursprünglich aus einem Doppelhaus im Schweizer Stil. Zunächst entwickelte sich alles prächtig, insbesondere als die Gäste aus Teplitz das Bad mit der "Elektrischen" erreichen konnten. Das große und damals noch ausbaufähige Areal liegt günstig in Waldnähe, fast schon am Rande des Mühlberges (Wintersportgebiet). Die Zimmerkapazität beträgt 266 Betten der ersten und zweiten Kategorie, davon viele behindertengerecht. Die Preise liegen im DZ/VP bei 56 Euro pro Person und Tag. Das Theresienbad unterstützt die Rehabilitation und behandelt bevorzugt Erkrankungen der Nerven, des Gehirns und der Wirbelsäule.

Steinbad ehem. Elisabethbad

Gästehaus Jirásek

 ehem. K u. K . Militärbad

Neubad in Schönau

Theresienbad in Eichwald

  Hinweis: Die Abbildungen sind zumeist relativ alten Postkarten entnommen.