Die Abbildung zeigt die 3 Monarchen beim Dankgebet nach der Schlacht.
Zar von Russland, Kaiser von Österreich, König von Preußen.Weitere Informationen und Bilder
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Die Bedeutung der Schlacht bei Kulm für Teplitz
Die Schlacht spielte sich „vor den Toren“ von Teplitz ab. Die Schlachtfelder sind etwa 1,5 Wegstunden erreichbar. Der preußische König und der Zar betrachteten das Schlachtgeschehen vom Teplitzer Schlossberg aus.
Nur durch Sieg der Alliierten Truppen entging Teplitz der Verwüstung. Man bedenke, dass die Dörfer Priesten, Straden, Schande und Karbitz in Flammen aufgingen. Am 2 ten Tag folgte Kulm. Das Teplitz verschont wurde, ist vor allem dem preußischen König Friedrich Wilhelm III zu verdanken. Er hatte General Ostermann Tolstoi beeinflusst, die russischen Truppen in Priesten kämpfen zu lassen. Trotzdem war Teplitz seit dem 11. August Standort des russischen Kontingents und musste zehntausende Soldaten verköstigen! Nach der Schlacht waren die Spitäler und Bäder in Teplitz voll mit Verwundeten.
Geschichtliche Bedeutung:
Selbst nachdem die napoleonischen Truppen aus Russland verdrängt waren, konnte der Zar durch Freiherr von Stein bewegt werden, den Kampf weiter zu führen. Auf Druck seiner Berater von Scharnhorst und von Hardenberg schloss sich der preußische König an. Österreich stand etwa ab Juni 1813 auf der Seite der Alliierten. Metternich hatte den Bruch mit Frankreich herbeigeführt.
Der Sieg in der Schlacht bei Kulm war ein wichtiger Schritt im Rahmen der sogenannten „Befreiungskriege“ deren Höhepunkt die „Völkerschlacht bei Leipzig“ (16./19.Oktober 1813) war.
Darauf folgte 1814 die alliierte Besetzung Frankreichs und die Abdankung NapoleonsBeteiligte Truppen:
Franzosen (Vandamme im Auftrag Napoleons): 44 T. Mann, davon ca. 6 Tausend gefallen
Russen: ca. 56 T. Mann
Österreicher: ca. 40 T Mann
Preußen (Korps Kleist): 24 T. Mann
Die Verluste der Alliierten werden mit 3319 Mann angegeben.
Schlachtablauf (Kurzfassung)
1. Schlachttag, 29.08. 1813
¨ Beginn bei Kulm, Hauptkämpfe im Dorf Priesten am 29.08.1813 ab 12 Uhr Diesen Tag bestritten zunächst die russischen Truppen unter dem Oberkommando von Graf Ostermann Tolstoi¨ Gegen 16 Uhr geht das Oberkommando an Herzog Eugen von Württemberg über weil Graf Ostermann Tolstoi verwundet wird. Sein linker Arm wird in Teplitz amputiert.
¨ Ab 18 Uhr hat Michael Barclay de Tolly das Oberkommando. Vandamme wird zurückgedrängt. Inzwischen hatte der Zar Alexander die Hilfe der Österreicher angefordert, die erst am zweiten Tag eintreffen konnten.
2. Schlachttag, 30.08. 1813
¨ Als Verstärkung der Russen greifen die Österreicher mit 2 Divisionen ein: Division Hyronimus Graf Colloredo-Mansfeld und Division Bianchi.
¨ Das Preußische Korps Kleist fällt mit 24 Tausend Mann bei Nollendorf den Franzosen in den Rücken und verstellt ihnen auch den Rückzug.
¨ Gegen 2Uhr Nachmittag ist Vandamme besiegt, der vergeblich auf Verstärkung durch napoleonische Truppen gehofft hatte. Etwa 10 Tausend Mann seines Korps werden gefangen.
6 Tausend Franzosen fielen in der Schlacht. Darunter die Generäle Fürst Reuß, Montesquion und Dumonceau. Der Rest des franz. Korps flieht über das Erzgebirge.
Auf Österreichischer Seite ist General Chiesa gefallen. Vom Korps Kleist fiel Generalmajor Wilhelm von Röder (Kavallerie).Zum Gedenken an die Schlacht der Alliierten wurden Denkmale errichtet:
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¨ Das Russische Denkmal (bei Priesten) errichtet 1835 von Petrus Nobile
¨ Das Österreichische Colloredo-Denkmal (bei Arbesau). Errichtet 1825 zu Ehren dieses erfolgreichen Generals von V. Prachner
¨ Das Preußische Denkmal (bei Arbesau) errichtet 1817 zeigt u.a. Bildnis von König Fr. Wilhelm III
¨ Das Denkmal zur Jahrhundertfeier 1913 unmittelbar bei Kulm. (Abbildung ganz rechts)
¨ Der Kleist-Gedenkstein am Nollendorfer Pass (ohne Abbildung)
¨ Der Vandamme-Gedenkstein bei Schanda (ohne Abbildung)
¨ Das Massengrab mit Steinkreuz bei Priesten, hier ruhen etwa 10 T. Soldaten (ohne Abbildung)
Graf Ostermann Tolstoi wurde am 3. September der Theresienorden verliehen.
General Friedrich Kleist bekam das Ritterkreuz, das Kommandeurskreuz und wurde im Juni 1814 zum „Graf von Nollendorf“.
Hauptquelle: Teplitz-Schönauer Anzeiger,
Beilage Nr. 135 vom 30. August 1913. Autor: Major Strobl von Ravelsberg